Wolfsspitz – Familienhund im Wolfsgewand




 

 

 

Der Wolfsspitz erhält sein charakteristisches Aussehen durch sein herrliches Fellkleid, das an einen Wolf erinnert. Das Fell kennzeichnet sich durch eine starke Unterwolle, die dazu beiträgt, dass das Oberhaar absteht. Besonders beeindruckend wirkt der lange Haarkranz, der sich wie ein Kragen um den Hals legt und die lang behaarte Rute, die das Tier über den Rücken trägt. Die Wolfsspitze sind mittelgroße Hunde, die Widerristhöhen von 43 bis 55 Zentimetern erreichen können. Je nach Größe werden sie bis zu 22 Kg schwer.

Ein perfekter Familienhund

Der Wolfsspitz ist besonders gut geeignet, um Mitglied einer aktiven Familie zu werden. Sie sind sehr kinderlieb und auch bewegungsfreudig. Gerne unternehmen sie mit ihrem Besitzer lange Wanderungen und begleiten die Kinder auch beim Fahrradfahren. Sie haben keinen Jagdtrieb, wodurch sie mit anderen Hausgenossen, wie Katzen, Kaninchen und Wellensittichen ausgezeichnet auskommen.

Fremden gegenüber ist das wachsame Tier oft misstrauisch und meldet sie durch Bellen. Er zeigt jedoch nie aggressives Verhalten und neigt auch nicht zum übermäßigem Bellen. Er zeigt Besucher durch Bellen an, verstummt jedoch, wenn sein Herrchen zugegen ist. Der Wolfsspitz ist darüber hinaus intelligent und ist auch in der Lage, an verschiedenen Hundesportarten teilzunehmen.

Sein Charakter ist gutmütig und er ist stets bemüht, seinem Herrchen zu Gefallen. Daher fällt auch die Erziehung des Wolfsspitzes in der Regel recht leicht. Am besten kann man den Hund mit Leckerlis motivieren, die als Belohnung für korrekt ausgeführte Kommandos stets zur Hand sein sollten. Der Hund kann mit konsequentem Training Grundkommandos schnell erlernen und ein leicht zu führendes Haustier sein.

Pflege und Gesundheit

Das lange Fell des Wolfsspitzes sollte wenigsten zweimal in der Woche gründlich gebürstet werden. Der Haarwechsel erfolgt beim Wolfsspitz zweimal im Jahr. Dabei löst sich hauptsächlich die dichte Unterwolle. Der Vorteil ist, dass sie in kleinen ballen auf dem Boden liegt und sich nicht in Teppichen und Polstern verfängt. So gestaltet sich das Entsorgen recht problemlos. Interessant ist es weiterhin, dass das Fell des Hundes geruchsneutral ist. Auch wenn der Hund nass ist, entsteht kein unangenehmer Geruch.

Der Wolfsspitz erfreut sich einer recht guten Gesundheit und hat eine hohe Lebenserwartung von 14 bis 16 Jahren. Sie sind von Krankheiten, die bei andern Rasen oft durch Überzüchtung entstehen, vollkommen frei. Ältere Tiere neigen jedoch manchmal zu Arthrose.

Eine Hunderasse mit Geschichte

Der Wolfsspitz gehört zu einer der ältesten Hunderassen der Welt. Gemäß der Überlieferung geht er auf den steinzeitlichen Torfhund zurück, der sich späterhin zum Pfahlbauspitz entwickelte. Der erste Rassestandard für den Wolfsspitz entstand im Jahr 1880.Besonders im deutschsprachigen Raum erfreut sich der Wolfsspitz großer Beliebtheit. In den Niederlanden entstand ein fast identischer Hund, der unter dem Namen Keeshund, der im 18. Jahrhundert als Maskottchen der holländischen “Patrioten” wurde, die gegen die Oranier um die Vorherrschaft kämpften.

Die Züchtung des Wolfsspitzes ist immer darauf orientiert, einen gutmütigen begleithund für die Familie zu erzeugen, der wachsam ist, ohne dabei aggressiv zu sein. Mit liebevoller, aber konsequenter Führung entwickelt sich der Wolfsspitz zu einem treuen Freund der Familie, an dem man viel Freude hat.