Höhenunterschiede problemlos mit der Hunderampe überwinden

Hunderampe: Wenn Hunde älter werden, leiden sie häufig an Krankheiten wie Arthrose, Spondylose oder auch einem Bandscheibenvorfall. Eine solche Krankheit macht es für die Tiere unmöglich, größere Höhenunterschiede durch einen Sprung zu überwinden. So sieht sich der Hundebesitzer gezwungen, die Tiere in das Auto zu tragen und ihnen auch bei der Überwindung anderer Hindernisse zu helfen. Handelt es sich dabei um einen großen Hund, so ist das für den Besitzer eine erhebliche Belastung. Hunderampen können dabei helfen, das Problem zu überwinden.

Was ist eine Hunderampe?

Hunderampe

Bei einer Hunderampe handelt es sich um ein länglich gestaltete, meistens verstellbare Einsteighilfe, die es dem Hund erleichtert, im Auto selbständig ein- und auszusteigen. Der Höhenunterschied kann problemlos überwunden werden, ohne dass der Hund dabei Schmerzen empfindet, oder sich der Zustand der Gelenke verschlechtert.

Bei der Wahl der richtigen Hunderampe ist es wichtig, auf den Einstiegwinkel zu achten. Ist dieser zu steil, so ist auch die Benutzung der Rampe für den Hund beschwerlich. Daher muss die Länge der Rampe von der Höhe des Fahrzeugs bestimmt werden. Für ein hohes Fahrzeug wie ein SUV braucht man also eine höhere Rampe, als für einen Kleinwagen.

Eine transportable Hunderampe für das Auto

Wird die Hunderampe für das Ein- und Aussteigen im Auto benutzt, so muss die Rampe transportabel sein, damit der Hund auch am Fahrtziel das Auto selbständig verlassen und später wieder einsteigen kann. Dazu gibt es Rampen mit zwei unterschiedlichen Mechanismen: Klapprampen und Teleskoprampen.

Teleskoprampen lassen sich sehr flexibel einsetzen und können dem Hund dabei helfen, verschiedene Höhenunterschiede zu überwinden. Durch einfaches Ausziehen können sie bei unterschiedlichen Gelegenheiten genau den richtigen Steigungswinkel bieten. Eine solche Rampe kann mit wenigen Handgriffen ausgezogen und nach Gebrauch ebenso schnell wieder zusammengeschoben und verstaut werden. Der einzige Nachteil einer Teleskoprampe macht sich in kaltem Winterwetter bemerkbar. Der Ausziehmechanismus friert leicht ein, so dass es sehr schwer ist, die Rampe auszuziehen.

Die Klapprampe hingegen weist dieses Problem nicht auf. Dafür ist die Handhabung jedoch generell mühsamer. Die einzelnen Segmente müssen zunächst ausgeklappt und dann bei den meisten Modellen arretiert werden. Im zusammengeklappten Zustand sind diese Rampen meistens auch voluminöser, als die Teleskoprampen und erfordern mehr Platz im Fahrzeug.

Teleskoprampen sind meistens etwas teurer in der Anschaffung, als Klapprampen. In vielen Fällen lohnen sich die Mehrkosten jedoch besonders bei häufigem Einsatz, da diese Rampen einfach leichter zu handhaben sind.

Natürlich werden auch starre Hunderampen angeboten, deren Länge sich nicht variieren lässt. Dieses sind jedoch sehr schwer zu transportieren und eignen sich eher für den Einsatz zu Hause, beispielsweise um dem vierbeinigen Freund dabei zu helfen, auf das Sofa oder das Bett zu gelangen.

Das sollte man beim Kauf beachten

Kauft man eine Hunderampe, so müssen dabei mehrere Punkte beachtet werden. Zunächst einmal sollte man herausfinden, welche Länge die Hunderampe haben muss. Dazu kann man mit einem Maßband die Rampe zum Einsteigen in das Auto simulieren und dabei einen möglichst flachen Winkel beachten. Die Distanz vom Kofferraum Rand bis zum Boden ergibt die benötigte Länge der Hunderampe. Sowohl bei den Klapprampen als auch bei den Teleskoprampen findet man unterschiedliche Größen, die von etwa 70 Zentimeter im zusammengeklappten Zustand bis zu fast zwei Metern im ausgeklappten Zustand reichen können.

Das Material und eine solide Verarbeitung sind ebenfalls von Wichtigkeit. Eine Kombination aus Aluminium und Plastik erweist sich oft als erstklassige Lösung, da dieses Material keinen Rost ansetzt und pflegeleicht ist. Es empfiehlt sich, auf die Herstellerangaben in Bezug auf das zulässige Gewicht des Hundes zu achten, wenn man ein sehr großes Tier transportieren möchte.

Auch die Lauffläche sollte vor der Kaufentscheidung betrachtet werden. Sie sollte nicht zu schmal sein, so dass der Hund die Rampe mit Vertrauen besteigt. Außerdem sollte sie rutschfest gestaltet sein. Bei nassem Wetter kann der Hund feuchte Pfoten haben, die auf einer zu glatten Oberfläche rutschen könnten.

Natürlich ist es ebenso wichtig zu überprüfen, welche Maße die Rampe im zugeklappten Zustand aufweist. So kann man planen, wo die Rampe im Auto verstaut werden kann. Das Gewicht spielt ebenfalls eine Rolle, da man die Rampe ja regelmäßig in und aus dem Auto heben muss. Rampen aus Kunststoff und Aluminium schneiden im Gewichtsvergleich besser ab, als solche aus Holz.

So gewöhnt sich der Hund an die Rampe

Nicht alle Hunde reagieren gleich, wenn sie mit einer Hunderampe konfrontiert werden und darüber in das Auto steigen sollen. Einige Hunde sind sofort bereit, die Rampe zu benutzen, während andere erst langsam an den neuen Artikel in ihrem Leben gewöhnt werden müssen. Man kann die Rampe im ausgeklappten Zustand zunächst flach auf einen Weg oder ins Gras legen, sodass sich der Hund damit vertraut machen kann. Nachdem er einige Male über die flach liegende Rampe gelaufen ist, kann er dafür belohnt werden. Danach kann man die Rampe über ein kleines Hindernis in eine Schräglage bringen und den Prozess wiederholen. So erlernt es der Hund schnell, über die Rampe in das Auto zu gelangen.

Die Hunderampe zur Vorbeugung

Arthrose ist eine häufige Erkrankung bei Hunden, die etwa bei jedem fünften Tier auftritt. Die Ursache wird oft in einer Überbelastung der Gelenke gesehen, durch die der Knorpel beschädigt wird. Zunehmendes Alter erhöht die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer solchen Krankheit. Einige Hunderassen neigen stärker zu Arthrose, als andere. Dazu gehören unter anderem der deutsche Schäferhund, der Retriever und auch der Rottweiler. Deshalb ist es eine weise Entscheidung, die Hunderampe schon einzusetzen, bevor der Hund erkrankt. Hohe Sprünge, wie beispielsweise in den Kofferraum des SUVs stellen eine hohe Belastung für die Gelenke dar. Mit dem konsequenten Einsatz einer Rampe können Gesundheit und Beweglichkeit des Vierbeiners länger erhalten bleiben.

Einsatzmöglichkeiten für die Hunderampe

Eine Hunderampe kann nicht nur für das Auto benutzt werden. Im Haus findet man mit Sicherheit verschiedene Stellen, an denen der Hund Höhenunterschiede überwinden muss. Der Sprung von einer hohen Terrassenumrandung in den Garten kann durch eine Hunderampe ebenso erleichtert werden, wie das Überwinden von Treppen. Mit solchen Maßnahmen kann man auch Welpen das Leben ein wenig leichter gestalten.
Hunderampen kann man heute in großer Vielfalt online kaufen. Die Anschaffung einer solchen Rampe ist eine gute Präventiv Methode, um die Gesundheit des Hundes zu schützen.