Der Mops – ein kleiner Hund mit großem Charakter




 

 

 

Der Mops gehört zu den kleinsten Hunderassen, die sich wunderbar als Schoß- und Gesellschaftshund eignen. Die Tiere sind treu und anhänglich und lieben ihr Herrchen oder Frauchen abgöttisch. Ihr Wesen ist verspielt und sie können mit ihrem lustigen Verhalten ausgezeichnete Unterhalter sein.

Der Mops weist fast menschenähnliche Charakterzüge auf und gewinnt mit seiner drolligen Mimik und Gestik das Herz seines Herrchens schnell für sich. Deshalb werden sie auch oft von alleinstehenden Personen vorgezogen, die ihr Leben mit einem solchen Hund bereichern können. Zwar braucht der Hund Auslauf, doch ist sein Bewegungsdrang mäßig. Er ist recht zufrieden, wenn er bei seinem Herrchen oder Frauchen sitzen kann und braucht nicht ständig beschäftigt zu werden, wie viele aktivere Hundearten.

Deshalb ist er auch für ältere Menschen ein ausgezeichneter Begleiter und fühlt sich auch in einer kleinen Stadtwohnung wohl. Sein freundliches Wesen macht den Mops auch zu einem guten Hund für die Familie mit Kindern.

Aussehen des Mops

Der Mops zeichnet sich durch einen kompakten Körperbau und einen runden Kopf mit einer kurz gezüchteten, fast platten Schnauze aus. Einige Züchter haben heute eine Retrozüchtung hervorgebracht, deren Schnauze ein wenig länger ist. Die großen braunen Augen sowie die kleinen Öhrchen tragen zu einem niedlichen Aussehen bei.

Der Mops erreicht in der Regel eine Höhe von etwa 30 Zentimetern und das Gewicht sollte 6 bis 7 Kilogramm nicht übersteigen. Der fast quadratische Körperbau im Zusammenspiel mit der charakteristischen Schnauze machen den Mops zu einer der Hunderassen, die auch von Nicht-Kenner zweifelsfrei erkannt werden können. Die Fellfarbe der Rasse kann recht verschieden sein.

Viele Tiere sind silbergrau mit schwarzer Maske und man findet eine Reihe von unterschiedlichen beigetönen. Ein charakteristisches Merkmal bei der Zeichnung ist ein dunkler Aalstrich, der über den Rücken verläuft. Kennzeichnend sind auch die tiefen Stirnfalten in dunkler Zeichnung.

So entstand die Rasse

Der Mops gehört zu den ältesten Hunderasen. Es wird angenommen, dass die Rasse vor etwa 2000 Jahren in China entstand, wo sie aus einem doggenähnlichen Hund herausgezüchtet wurde. Als Urahne unserers heutigen Mopses wird der “Lo Sze” betrachtet, der um etwa 950 vor Christus in Aufzeichnungen aus der Tang Dynastie beschrieben wird. Es wird weiterhin angenommen, dass der Mops im 16. Jahrhundert durch die East India Company nach Holland kam.

Aus Holland stammt auch der Name der Rasse. Das Wort “moppern” bedeutet im Niederländischen so viel wie “mürrisch blicken” und weist auf den typischen Gesichtsausdruck hin, die der Hund durch seine abgeflachte Schnauze erhält. In Holland wurde der Mops schnell zum offiziellen Hund des Hauses Oranien-Nassau. Schließlich gelangte der Mops auch nach England, wo er sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreute. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich zwei Mopslinie: die die Willoughby und Morrisons.

Die Willoughby waren von steingrauer Farbe mit weißen Zeichnungen und zeichneten sich durch einen größeren Körperbau aus. Die Morrisons hingegen waren apricotfarben mit gedrungenen Körperbau und einer hübschen Kopfform. In den folgenden Jahrzehnten wurden diese beiden Linien vielfach miteinander gekreuzt und rückgekreuzt, so dass eine Vermischung beider Merkmale entstand. Im Biedermeier war der Mops häufig als Gesellschafter alleinstehender Damen anzufinden, wo er ein Leben als Schoßhund fristete.

Die Hunde wurden mit Leckerbissen aller Art verwöhnt, was zu einer Fettleibigkeit führte, die fast den Untergang der Rasse bedeutete. Der Mops wurde zu einer Karikatur seiner selbst und verlor seine einstige Beliebtheit völlig. Nur einige wenige Züchter hielten an dem Wert der Rasse fest, fast dazu führte, dass im Jahr 1881 der Englische Kennel Club zum ersten Mal einen Rassestandard für den Mops festlegt. Im Verlauf der Jahre konnte de Belibtheit des Mopses jedoch nicht langfristig belebt werden. Erst im Jahr 2000 begannen einige Züchter damit, den Standard wieder neu zu beleben und den Mops wieder zu einem Hund zu machen, der wegen seines liebenswürdigen Wesens geschätzt wird.

Sanfte Erziehung für einen sensiblen Hund

Seine Intelligenz und die Fähigkeit, den Clown zu spielen, machen die Erziehung des Mopses oft anspruchsvoll. Besonders wichtig ist es für den Hundehalter, stets konsequent zu sein. Der Mops hat ein sehr ausgeprägtes Gespür für sein Herrchen und weiß genau, wann ein Befehl halbherzig ausgesprochen wird. Dann wir er versuchen, mit seinen kleinen Späßchen, die er so meisterhaft versteht, von der Erziehung und dem geforderten Gehorsam abzulenken und seinen Kopf durchzusetzen.

Gelingt ihm das öfter, so sind die folgenden Erziehungsversuche fast erfolglos. So sollte man sich von Anfang an zu einer konsequenten Haltung entschließen und dem Mops feste Grenzen setzen, die er akzeptieren kann. So wird der Hund zu einem ausgezeichneten Partner, der viel Freude bereitet.

Die richtige Pflege für den Mops

Grundsätzlich ist der Mops ein pflegeleichter Hund. Man sollte jedoch stets einige Details beachten, um de Hund gesund und zufrieden zu erhalten. Das kurze, glänzende Fell der Tiere benötigt keine spezielle Pflege. Es gilt jedoch zu beachten, dass der Mops viel haart. Mit täglichem Bürsten kann man vermeiden, dass sich die Haare in der Wohnung in den Polstermöbeln und Teppichen festsetzen.

Der Mops braucht kaum gebadet zu werden, da er nur wenig dazu neigt, sich beim Spaziergang stark zu verschmutzen. Die Gesundheit des Mopses wird hingegen vom Übergewicht bedroht. Der Mops frißt gerne und lässt sich noch lieber außerhalb der Mahlzeiten von besonderen Häppchen verwöhnen. Beim Spazierengehen ist der Hund oft schnell ausgepowert und bewegt sich daher nur mäßig. So nimmt die kurze, gedrungene Figur schnell an Gewicht zu, was zu den unterschiedlichsten gesundheitlichen Beschwerden führen kann. Insbesondere sollte man vermeiden, den Hund mit Süßigkeiten zu füttern.

Ein weiteres wichtiges Element bei der Pflege dieser Hunderasse ist das Reinigen der Hautfalten. In ihnen kann sich Schmutz festsetzen, der beim normalen Bürsten nicht erfasst wird. So kann es zu Hautirritationen oder sogar zu Entzündungen kommen. Darum sollten die Hautfalten auch regelmäßig mit einem Lappen gereinigt werden. Eine Krankheit, für die der Mops besonders anfällig ist, ist die Brachycephalensyndrom, bei der es sich um eine Behinderung der Atmung handelt. Diese Anfälligkeit ist auf die Form der Nase zurückzuführen und ist bei Hunden mit einer etwas längeren Schnauze weniger notorisch. Die großen Augen neigen zu Hornhautentzündungen und sollten daher auch immer sauber gehalten werden.