Der Malteser Hund – kleines Bündel geballter Leidenschaft




 

 

 

Auf den ersten Blick wirken die niedlichen Malteser Hunde mit ihrer Geringen Körpergröße und dem langen weißen Fell wie perfekte Schoßhunde. Diese Annahme ist jedoch völlig falsch, denn was dem Malteser an Körpergröße fällt macht er durch sein starkes Temperament wieder wett. Die Hunde sind neugierig und gehen gerne auf Entdeckungstour. Genauso lieben sie es aber auch, mit ihren Menschen zu toben oder neue Tricks zu lernen. Die kleinen Tiere sind intelligent und äußerst lernfähig.

Deshalb brauchen sie auch viel Beschäftigung, um ausgelastet und zufrieden zu sein. Malteser Hunde eignen sich wunderbar als Familienhunde. Sie mögen Kinder und erweisen sich als ausgesprochen anhänglich. Kinder, Senioren oder auch manche Singles, die ausreichend Zeit haben, um sich mehrere Stunden am Tag mit den anspruchsvollen Hunden zu befassen, sind in der Regel die besten Herrchen und Frauchen für die weißen Zwerge. Ist der Hund geistig und körperlich ausgelastet, so erweist er sich als ruhig und gelassen: ein perfekter Hausgenosse.

Aussehen des Malteser Hunds

Die Malteser gehören zu den kleinen Hunderassen, die eine Größe von 19 bis 26 Zentimetern erreichen und zwischen 2 und 4 Kilogramm wiegen können. Besonders auffällig ist an diesen Hunden das lange weiße Fell, das bis auf den Boden reicht. Der Körper der Malteser ist kompakt und ist etwa genauso lang wie hoch. Der Kopf ist rund mit einer kleinen Nase sowie lang behaarten Schlappohren versehen. Die dunklen, ausdrucksstarken Augen bilden einen schönen Kontrast zu dem weißen Fell. Eine besondere Eigenart des Malteser Hunds ist die sogenannte Winternase. Solange das Tier viel Sonneneinstrahlung erhält, ist die Nase tiefschwarz. Bleibt im Winter die Sonneneinstrahlung jedoch aus, so verblasst die Farbe der Nase zu einem hellbraunen oder rosa Ton.

Entwicklung der Rasse

Die Geschichte des Malteser Hunds geht bis auf das 14. vorchristliche Jahrhundert zurück. Der Hund war in unterschiedlichen Kulturen bekannt und erschien zunächst im antiken Griechenland, von wo aus er nach Rom und späterhin auch nach Asien gelangte. Das Tier wurde besonders bei reichen Familien gehalten und galt als Statussymbol. Erst im 15. Jahrhundert fand die Rasse schließlich auch ihren Weg nach Europa. Königin Maria Stuart brachte im Jahr 1520 die niedlichen Hunde nach England, wo sie sich sofort großer Beliebtheit erfreuten.

In der Tat waren die Menschen so begeistert von den Maltesern, dass sie ihnen heilende Kräfte zuschrieben. Auch am französischen Hof fanden die Malteser im 16. Jahrhundert Gefallen, so dass es auch in Frankreich zu einer umfangreichen Zucht kam. Im Verlauf der Jahrhunderte konnte die Rasse erstaunlich rein gehalten werden, so dass auch der heutige Malteser den Hunden aus der Antike gleicht. Die anmutigen Hunde sind auch heute beliebte Haustiere, die vielen Menschen Freude schenken.

Die richtige Pflege für die Hunderasse

Die Fellpflege kann bei dem Malteser recht aufwendig sein. Die Haare erreichen schnell Bodenlänge und werden bei jedem Spaziergang unwillkürlich mit Staub, Blättern und anderem Schmutz behaftet. Deshalb müssen die Hunde auch unbedingt täglich gekämmt werden, um das Tier vom Schmutz zu befreien und außerdem ein Verfilzen des Haares zu vermeiden. Während man bei einer regelmäßigen täglichen Haarpflege mit einer Zeit von 15 bis 20 Minuten auskommt, kann sich die Pflege als sehr zeitaufwendig und problematisch gestalten, wenn man mehrere Tage ohne Bürsten vergehen lässt.

Der Malteser sollte auch regelmäßig gebadet werden, damit das Haar locker und seidig bleibt. Wer mit seinem Hund Ausstellungen besuchen möchte, sollte das Haar möglichst lang und glatt erhalten. Ist das jedoch nicht der Fall, kann es vorteilhaft sein, die Mähne ein wenig zu trimmen, so dass weniger Schmutz angesammelt wird. Eventuell kann der Malteser auch geschoren werden und sieht mit diesem Look ebenso liebenswürdig und niedlich aus. Wenn man nicht die nötige Zeit für die Fellpflege hat, sollte man das Tier unbedingt scheren lassen. Werden die Haare nämlich nicht täglich gebürstet, so entsteht eine verfilzte Matte, unter der die Haut kaum atmen kann. Darunter können sich natürlich auch Schmutz und Bakterien ansammeln, die bald zu Hautreizungen und Entzündungen führen. Erstes Anzeichen dafür ist es, wenn sich der Hund vermehrt kratzt.

Verabreicht man seinem Malteser Feuchtfutter, so müssen die Haare rund um das Maul mit einem feuchten Tuch gereinigt werden, da sich sonst Essenreste absetzen können, die nicht nur einen wenig hygienischen Anblick bieten sondern auch zur Bakterienbildung führen können.

Auch die Augen bedürfen spezieller Pflege. Malteser neigen zu stark tränenden Augen und der Tränenfluss kann das Fell um die Augen verfärben. Die Augen sollten regelmäßig mit einem weichen Tuch ausgewischt werden und die Tränenspuren kann man mit einem speziellen Mittel reinigen.

Der Malteser sollte eine ausgewogene Ernährung erhalten, in der auch Obst und Gemüse eingeschlossen werden. Unbedingt gilt es, dass Überfüttern zu vermeiden. Übergewicht kann nämlich schnell zu einem typischen Gesundheitsproblem der Hunderase führen: der Patellaluxation im Bereich von Ellenbogen und Knien. Diese Krankheit stellt sich übrigens auch dann ein, wenn der Hund zu wenig bewegt wird.

Ein frühzeitiger Verlust der Zähne ist ebenfalls ein Problem, das typisch für den Malteser ist. Regelmäßige Zahnpflege sowohl zu Hause als auch beim Tierarzt ist daher angebracht.
Von diesen Problemen abgesehen sind Malteser gesunde und robuste Hunde, die auch noch bis ins hohe Alter gerne aktiv sind.

Das sollte man beim Malteser Kauf beachten

Malteser braucht viel Zeit und Zuwendung. Auslauf, Ansprache und Pflege nimmt mehrere Stunden täglich in Anspruch und man sollte sich nur dann für ein solches Tier entscheiden, wenn man auch über diese Zeit verfügt. Die Hunde werden bis zu 16 Jahren alt, so dass man eine Verantwortung für eine recht lange Zeit übernimmt.

Malteser Welpen sind einfach unwiderstehlich, winzig klein und passen einfach überall hin. Jedoch gilt es, schon vor dem Einzug des Hundebabys, das Haus auf die Ankunft vorzubereiten. Dabei sollte man sämtliche Gefahrenquellen ausmerzen und auch daran denken, dass der Malteserwelpe in jedes noch so kleine Schlupfloch passt.

Malteser sind friedfertige Hunde mit einem angenehmen Charakter. Trotzdem sollte man schon beim Welpen mit einer konsequenten Erziehung beginnen, so dass die Tiere wenigstens grundsätzlichen Kommandos zuverlässig folgen. Eine gute Auslastung des Hundes trägt weiterhin dazu bei, dass sein Verhalten ruhig und gelassen ist.