Der Labrador – treuer Freund der Familie




 

 

 

Wer nach einem perfekten Familienhund sucht, trifft mit einem Labrador immer eine ausgezeichnete Entscheidung. Die Hunde sind sehr kinderlieb und bemühen sich stets, ihrem Besitzer zu gefallen. Die Hunde sind aktiv und stets zum Spielen und Toben bereit. Es fehlt ihnen jegliche Schärfe, jedoch auch die Wachsamkeit. Als Wachhunde sind sie daher auch eher ungeeignet. Grundsätzlich lässt sich der Labrador leicht führen und anleiten. Dennoch ist es empfehlenswert, dem Tier schon von klein an die richtige Erziehung zukommen zu lassen. Die ausgewachsenen Tiere sind groß und kräftig, so dass es wichtig ist, sich darauf verlassen zu können, dass der Hund grundsätzliche Kommandos zuverlässig befolgt.

Aussehen des Labradors

Der Labrador zeichnet sich durch ein kurzes, dichtes Fell aus, das schwarz, braun oder gelb sein kann. Die einzelnen Haare sind hart und glatt und es wird eine dichte Unterwolle festgestellt, die wasserdicht ist. Die Tiere spielen auch bei kühlen Temperaturen gerne im Wasser und spüren durch das schützende Fell die Kälte kaum.

Ein kennzeichnendes Merkmal für den Labrador ist der breite Kopf und auch der Schwanz, der gerne als “Otterrute” bezeichnet wird, ist typisch für das Tier. Am Ansatz ist er sehr breit und verjüngt sich zur Spitze hin leicht. Der Körperbau der Tiere ist sehr kräftig und schon auf den ersten Blick fällt der breite Brustkorb auf. Die meisten Rüden weisen eine Schulterhöhe von 56 bis 57 Zentimetern auf, während die Hündinnen etwa 2 Zentimeter kleiner sind.

Somit gehört der Labrador zu den mittelgroßen Rassen. Der Labrador wird in verschiedenen Linien gezüchtet. Tiere, die hauptsächlich auf Ausstellungen gezeigt werden, haben einen noch kompakteren Körperbau. Die Linien hingegen, die zur Jagd sind schlanker, leichter und wendiger. Als Rasseideal gilt eine Kombination aus beiden Attributen, das eine harmonische Vereinigung von Show- und Arbeitslinie darstellt. Man spricht dabei auch von Dual Purpose.

Woher kommt der Labrador?

Der Labrador stammt ursprünglich aus Kanada und ist eng mit dem Neufundländer verwandt. Erst im Jahr 1814 wurde zum ersten Mal ein Unterschied zwischen dem Neufundländer und dem schlankeren Labrador gemacht. Das Tier war bei den Fischern beliebt und wurde eingesetzt, um Netze aus dem Meer zu holen. Zu der Zeit war Kanada von Großbritannien besetzt und die Besatzer fanden bald Gefallen an dem freundlichen Wesen des Hundes.

Die Besatzer waren es auch, die schließlich mit der Zucht begannen, so dass die Hunderasse heute als britisch gilt. Es vergingen jedoch noch mehr als 50 Jahre, bis die neue Rasse schließlich im Jahr 1870 den Namen Labrador Retriever erhielt. 1903 wurde der Labrador schließlich als eigenständige Hunderasse anerkannt und auch auf Ausstellungen zugelassen.

Erziehung des Labradors

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, um dem Labrador eine erfolgreiche Erziehung zu bieten. Schom beim kleinen Hund kann man sich für einen Besuch in einer Welpenschule entscheiden, wo das Tier lernt, mit dem Menschen und mit anderen Hunden umzugehene. Späterhin kann dann der Besuch in einer Hundeschule erfolgen.

Natürlich ist es auch möglich, die Erziehung des Tieres selbst zu Hause zu gestalten. Wichtig ist dabei, dass man Lob in Form von Streicheln oder Leckerli sofort erfolgen lässt, wenn der Hund ein Kommando richtig ausgeführt hat. Nur so kann das Tier den richtigen Bezug darstellen. Tadel sollte nur mit der Stimme ausgedrückt werden, ohne den Hund dabei jedoch anzubrüllen. Schläge gehören nie zu dem Trainingsprogramm.

Man kann es dem Hund erleichtern, Kommandos zu erkennen, wenn diese immer in der gleichen Stimmlage gesprochen werden. Ständige Wiederholungen sind von großer Wichtigkeit. Der Labrador ist ein gelehriger Hund. Dennoch muss man damit rechnen, dass jedes Kommando zwischen 50 bis 200 Mal wiederholt werden muss, bevor der Hund es sich wirklich gemerkt hat. Es empfiehlt sich, kurze Trainingseinheiten mit Zeit zum Spielen zu unterbrechen, so dass man seinen Labrador nicht überfordert.

Die Entwicklung des Hundes

Über die ersten acht Lebenswochen sollte der Labrador Welpe in der Obhut seiner Mutter verbleiben. Züchtet man selbst, so sollte man während dieser Zeit besonders für das Wohlergehen des Muttertiers sorgen und außerdem die Wurfkiste stets sauber zu halten. Zwei Wochen nach der Geburt öffnen die kleinen Hunde zum ersten Mal die Augen. Mit etwa neun Wochen sind sie bereit, um in eine neue Familie umzuziehen. In dem neuen Heim braucht das Tier viel Aufmerksamkeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Das erste Training beginnt damit, den Hund stubenrein zu bekommen. Genau wie Menschen durchläuft auch der Labrador eine Pubertätsphase, die etwa mit dem neunten Lebensmonat beginnt. Diese Phase verläuft von Hund zu Hund unterschiedlich. Manche Hunde scheinen ihre gesamte Erziehung vergessen zu haben während andere kaum Symptome zeigen. Erst mit etwa drei Jahren ist der Labrador vollkommen erwachsen. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Grunderziehung abgeschlossen sein.

Der Labrador hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 10 bis 14 Jahren. Ab dem 10. Lebensjahr sollte man dem Tier ein wenig mehr Ruhe gönnen. Spaziergänge sollten kürzer werden und der Labrador braucht nun auch wesentlich mehr Zeit zum Schlafen.

Die richtige Pflege des Tiers

Der Labrador hat ein kurzes, borstiges Fell mit viel Unterwolle, das sich leicht pflegen lässt. Zur Fellpflege eignet sich am besten eine Noppenbürste, in der sich die ausgebürsteten Haare ansammeln, so dass sie leicht entfernt werden können. Es gibt auch Noppenhandschuhe, die sich besonders bei den Welpen oft einfacher einsetzen lassen, als die Bürsten. Man kann auch eine Naturhaarbürste einsetzen, da diese dem Fell einen besonderen Glanz verleiht. Drahtbürsten hingegen sollten beim Labrador nicht verwendet werden.

Es empfiehlt sich, das Tier wenigstens einmal in der Woche zu bürsten, um lose Haare aus dem Fell zu entfernen. Ein Bad sollte man dem Labrador nur dann zukommen lassen, wenn er beim Spielen draußen wirklich schmutzig geworden ist. Auf den Gebrauch von Shampoo verzichtet man besser, weil dieses die wasserabweisenden Substanzen in der Unterwolle beschädigen kann.

Die Pfoten des Labradors benötigen besondere Pflege. Streusalz sollte sorgfältig entfernt werden, da es für zarte Hundepfoten sehr aggressiv ist. Auch sollte man die Pfoten auf Split und Steinchen untersuchen und diese entfernen. Im Winter kann man die Pfoten nach dem Waschen auch hin und wieder mit Vaseline eincremen.