Kleine Hunderassen




 

 

 

Viele Hundeliebhaber bevorzugen heute kleine Hunderassen. Darunter versteht man generell Tiere mit einer maximalen Widerristhöhe von 30 Zentimetern. In der Tat bieten diese Hunderassen für ihren Halter auch eine ganze Reihe von Vorteilen. Das fängt schon mit dem Platzbedarf an. Sie können in einem kleinen Körbchen einen perfekten Schlafplatz finden und lassen sich deshalb auch in beengten Wohnverhältnissen halten.

Außerdem lassen sie sich leicht tragen und hochheben, so dass spielen und herumtollen noch einmal so viel Spaß macht. Auch kleinere Kinder können mit einem Hund einer kleinen Rasse besser umgehen, als mit großen Hunden. Unterwegs können einen kleine Hunderassen auch besser begleiten. Sie nehmen im Auto nur wenig Platz ein und lassen sich unter Umständen auch in einer Hundetasche leicht befördern.

Nicht zuletzt sind auch die Futterkosten für ein kleines Tier wesentlich geringer. Ein großer Hund braucht auch große Mengen von Nahrung, während die kleinen Rassen auch schon mit geringen Mengen satt werden. Neben dem Kosten Vorteil braucht man auch nicht ständig große Mengen von Futterfutter zu besorgen.

Jede Rasse hat ihre Eigenarten

Wenn man sich dazu entschieden hat, einen Hund einer kleinen Rasse zu adoptieren, sollte sich zunächst einmal über die Unterschiede der kleinen Rassen orientieren. Nicht alle Rassen zeichnen sich durch die gleichen Charakteristika aus. Es ist beispielsweise ein Fehlschluss anzunehmen, dass sich jeder kleine Hund auch automatisch für die Haltung in einer engen Etagenwohnung eignet. Einige kleine Hunderassen, wie beispielsweise der Jack Russel Terrier, brauchen viel Auslauf und lieben es, stundenlang im Garten zu toben und zu spielen. Solche Tiere sind trotz ihrer geringen Körpergröße für die Haltung in der Wohnung denkbar ungeeignet.

Viele kleine Hunderassen sind familienfreundlich und auch im Umgang mit Kindern sanft und zärtlich. Dazu gehören Malteser, Havaneser und auch der Bichon Frisé. Sind die Kinder jedoch noch klein, so erhebt sich mit diesen Hunden oft ein Problem. Sie sind sehr feingliederig und müssen mit einiger Vorsicht behandelt werden. Kleine Kinder sind sich ihrer Kraft oft nicht bewusst und könnten ein solches Tier ungewollt verletzen.

Auch bei dem Pflegeaufwand gibt es bei den kleinen Hunderassen erhebliche Unterschiede. Einige Rassen, wie beispielsweise der Yorkshire Terrier sind relativ pflegeaufwendig. Andere Rassen hingegen können mit recht wenig Pflege gut gehalten werden. Auch in puncto Erziehung kann man einige Unterschiede feststellen. Einige Rassen sind intelligenter als andere, können sich jedoch auch als sehr eigenständig und dickköpfig erweisen. Anere Rassen hingegen lassen sich leichter trainieren.

So sollte man sich vor dem Hundekauf zunächst einmal eine Liste mit allen Merkmalen anlegen, die der Wunschhund haben sollte. Dann kann man die Eigenschaften der einzelnen Rassen miteinander vergleichen und den perfekten Hund für die eigene Familie finden.

Die beliebtesten kleinen Hunderassen im Überblick

Zu den kleinen Hunderassen, die sich heute einen festen Platz in den Herzen der Hundeliebhaber erobert haben, gehört der Chihuahua. Er ist einer der kleinsten Rassehunde der Welt und erreicht ein Gewicht von zwei bis drei Kilogramm. Chihuahuas können langes oder kurzes Fell haben und zeichnen sich durch ihre kompakte Körperform aus. Trotz ihrer kleinen Körpergröße sind die Tiere mutig und lebhaft und auch recht ausdauernd. Eine stete Neugier ist eine wesentliche Charaktereigenschaft der Vierbeiner und treibt sie zu Entdeckungstouren an. Außerdem lieben sie es, im Mittelpunkt zu stehen und verlangen viel Aufmerksamkeit von ihrem Menschen. Sie entwickeln einen starken Beschützerinstinkt und legen sich auch mit größeren Hunden an, wenn sie eine Gefahr verspüren. Grundsätzlich sind die Chihuahuas pflegeleichte Tiere. Man sollte jedoch auf regelmäßiges Kürzen der Krallen und Reinigen von Ohren und Augen achten.

Der Bichon Frisé ist ein kleiner Hund der eine maximale Widerristhöhe von 25 bis 30 Zentimetern erreicht. Die Hunde sind überaus lebhaft, eignen sich aber gut für das Leben in einer Stadtwohnung. Sie lieben lange Spaziergänge und weisen ein freundliches Verhalten gegenüber Menschen und anderen Tieren auf. Herausragendes Kennzeichen der Rasse ist das lange weiße Fell, das in korkenzieherähnliche Locken geformt ist. Das Haar kann bis zu 10 Zentimeter lang werden und braucht viel Pflege, um nicht zu verfilzen. Auch der Schwanz ist lang behaart und ist über den Rücken zurückgebogen.

Mit seiner Körpergröße von 15 bis 20 Zentimetern gehört auch der Pekinese zu den kleinen Hunderassen. Ein langes, üppiges Haarkleid ist für diese Hunderasse ebenso kennzeichnend, wie ein kurz geformter Kopf, ein sich nach hinten verschmälernder Rücken und kurze Gliedmaßen. Um das Fellgepflegt zu erhalten, ist regelmäßiges Kämmen und Bürsten notwendig. Die Tiere sind klug sowie empfindsam und sind ihrem Herrchen treu ergeben. Der Pekinese braucht zwar Auslauf, sein Bewegungsdrang ist jedoch nicht besonders stark entwickelt. Daher kann er auch gut in der Wohnung gehalten werden. Die meisten Tiere sind auch sehr kinderlieb, so dass ein Pekinese sich als wunderbarer Familienhund erweist.

Der drollige Mops ist ebenfalls eine kleine Hunderasse, die sich weltweit großer Beliebtheit erfreut. Mit seinem kurzen Fell sind die Tiere weitgehend pflegeleicht. Es gilt jedoch darauf zu achten, dass es nicht zu Übergewicht kommt. Die Tiere neigen zum Überfressen und haben stets Appetit. Übergewicht ist jedoch für ihre Gesundheit sehr schädlich. Möpse können zu einigen Krankheiten neigen, weshalb regelmäßige Arztbesuche zu empfehlen sind. Vom Wesen sind Möpse geduldig und freundlich und kommen auch mit Kindern gut zurecht. Sie sind anhänglich und schmusen gerne. Außerdem bringen sie mit ihrem drolligen Verhalten ihr Herrchen immer wieder zum Lachen.

Die Französische Bulldogge ist eine weitere kleine Hunderasse, die umgänglich, fröhlich und verspielt ist und sich wunderbar für das Familienleben eignet. Für die Tiere ist die direkte Nähe zum Menschen wichtig und sie werden nicht gerne über einen längeren Zeitraum alleine gelassen. Die Körperform ist kurz und gedrungen und auch recht kraftvoll. Das Gesicht ist stumpfnasig und zeichnet sich auch durch die aufrecht stehenden Ohren aus. Das kurze, glatte Fell der Tiere lässt sich leicht pflegen.

Zu den weiteren kleinen Hunderassen gehören auch der Malteser, der Englische Toy Terrier, der Yorkshire Terrier, der Zwergspitz und der Bolonka Zwetna. Jedes dieser Tiere hat seine ganz eigenen Charakterzüge und kann seinem Besitzer ein guter Freund sein. Auch bei kleinen Hunden sollte man darauf Wert legen, schon im Welpenalter mit einer richtigen Erziehung zu beginnen, um das Verhältnis zwischen Hund und Herr perfekt zu gestalten.