Hunderassen – Vielfalt in Charakter und Aussehen

In genetischer Hinsicht stammen alle Hunderassen, die wir heute kennen, ursprünglich vom Wolf ab. Heute haben sich viele unterschiedliche Hunderassen entwickelt und die Zahl nimmt beständig zu. Es wird geschätzt, dass auf der ganzen Welt etwa 800 Hunderassen gefunden werden können. Davon sind bisher jedoch nur 390 Rassen bei der FCI akzeptiert. Oft bestehen zwischen einzelnen Rassen nur recht geringe Unterscheidungsmerkmale. Die anerkannten Hunderassen werden insgesamt in 10 Gruppen eingeteilt. Dazu gehören:

– Hüte- und Treibhunde
– Pinscher und Schnauzer
– Terrier
– Dachshunde
– Spitze und Hunde vom Urtyp
– Lauf- und Schweißhunde
– Vorsteherhunde
– Apportier- und Wasserhunde
– Gesellschafts- und Begleithunde
– Windhunde

Neben den sogenannten Rassehunden gibt es natürlich unendlich viele Mischlinge, die oft in der Lage sind, die Herzen der Hundeliebhaber besonders schnell zu erobern. Bei den Rassehunden hingegen steht der Deutsche Schäferhund immer wieder auf Platz eins in den Beliebtheitslisten. Dicht gefolgt wird er von Labrador und Golden Retriever. Aber auch der kleine Dackel ist eine Hunderasse, die viele Anhänger findet, ebenso wie der Jack Russel Terrier, der ebenfalls zu den beliebtesten Hunderassen gehört.

Was ist ein Rassehund?

Hunderassen

Als Rassehund bezeichnet man ein Tier, das eine Abstammung hat, die über mehrere Generationen auf die gleiche Hunderasse zurückgeführt werden kann. Wenn man einen Rassehund kauft, verfügt dieser auch oft über Papiere, die den Stammbaum nachweisen. Solche Papiere werden von Züchterverband ausgestellt. Oft besteht die irrtümliche Annahme, dass man solche Papiere nur braucht, wenn an einer Hundeausstellung teilnehmen oder selbst züchten möchte.

Diese Papiere enthalten jedoch eine Reihe von Informationen, die für den hundefreund wichtig sind. So bestätigen sie beispielsweise, dass die Eltern des Hundes auf wichtige Erbkrankheiten untersucht wurden und die wesentlichen Merkmale der Rasse tragen. Auch darf man bei einem Hund mit Papieren davon ausgehen, dass eine angebrachte Aufzuchtmethode angewendet wurde und man daher einen gesunden, gut gepflegten Hund erhält.

Die besten Hunderassen für die Familie

Hunde sind heute in vielen Familien zu Hause und besonders die Kinder äußern immer wieder den Wunsch, einen Hund zu haben. Bei der Wahl des richtigen Hundes sollte man beachten, dass einige Rassen kinderfreundlicher sind als andere. Deshalb sollte man sich schon im Vorfeld einmal darüber informieren, welche Rassen sich besonders gut für die Familie mit Kindern eignen. Natürlich muss man davon ausgehen, dass jeder Hund seinen eigenen Charakter hat. Daher gibt es auch bei den kinderfreundlichen Hunderassen keine absolute Garantie dafür, dass sich der neue Hund auch gut mit den Kindern vertragen wird.

Bevor der Hund ins Haus kommt, ist es ratsam, den Kindern die wichtigsten Verhaltensregeln im Umgang mit dem vierbeinigen Familienmitglied beizubringen. Auf diese Weise kann man die Eingewöhnungsphase erleichtern und die besten Voraussetzungen für ein harmonisches Miteinander zwischen Kindern und Hund schaffen. Die Rassen Golden Retriever und Labrador Retriever gehören zu den Hunden, die als besonders kinderfreundlich gelten. Sie sind geduldig und gutmütig und zeigen fast niemals ein aggressives Verhalten, auch wenn sie im Eifer des Spiels schon einmal am Schwanz gezogen werden. Auch der Collie ist ein Hund, der sich durch einen hervorragenden Umgang mit Kindern auszeichnet. Der Collie hat einen starken Beschützerinstinkt, ist anhänglich und sanft zu den Kindern.

Von winzig klein bis riesig groß – die richtige Hunderasse für jedes Herrchen

Viele Menschen halten sich Hunde aus unterschiedlichen Gründen. So sind Hunde beispielsweise auch bei Alleinstehenden beliebt und können ihrem Menschen Gesellschaft leisten. Dazu eignen sich besonders die Hunderassen, die in der Gruppe der Begleithunde zusammengefasst sind. In diese Gruppe gehören auch kleine Hunderassen, wie beispielsweise der Pekinese und der Chihuahua, die man ausgezeichnet in der kleinen Wohnung halten kann.

Diese Hunderassen zeichnen sich durch ein besonders attraktives Aussehen Haus. Außerdem sind die Tiere meist friedfertig und genießen die Gesellschaft des Menschen. Wer sich gerne im Freien bewegt und dazu einen Hund als Begleitung wünscht, sollte sich einmal die Hunde in der Gruppe der Hüte- und Treibhunde anschauen. Diese Tiere brauchen viel Bewegung und lieben es, im Freien zu toben. Sie begleiten ihr Herrchen auf dem ausgedehnten Spaziergang genau so gern wie beim Schwimmen im See und oft sogar auch beim Radfahren. Einer der beliebtesten Vertreter dieser Gruppe ist der Deutsche Schäferhund, der darüber hinaus auch sehr intelligent ist und sich wunderbar als Wachhund eignet.
Wenn man einen Hund anschafft, ist der passende Auslauf ein wichtiger Gesichtspunkt. Ein großes Tier, das viel Auslauf braucht, sollte man nur dann in Erwägung ziehen, wenn man ein Grundstück zur Verfügung hat, auf dem das Tier auch alleine laufen kann. Wohnt man hingegen mitten in der Stadt und hat nur zu einem schnellen obligatorischen Gassigehen Zeit, ist eine der Zwergrassen vorzuziehen, die gegen ein bequemes Leben auf dem Sofa nichts einzuwenden hat. Bei der großen Auswahl von Hunderassen kann man genau den richtigen Vierbeiner finden, der zum eigenen Lebensrhythmus und Lebensumständen passt.

Hunderassen, die gefährlich werden können

Ebenso, wie es Hunderassen gibt, die für ihr liebevolles Verhalten gegenüber dem Menschen bekannt und daher für die Familie geeignet sind, gibt es auch andere Rassen, die für gefährliches Verhalten bekannt sind. Der Pitbull Terrier und seine engen Verwandten, der American Staffordshire Terrier und der Bullterrier führen dabei die Liste an.

Aber auch Hunde wie der Rottweiler können Menschen schnell gefährlich werden. Mit guter Erziehung können natürlich auch Hunde dieser Rassen friedfertig und liebenswürdig sein. Generell gilt jedoch, Vorsicht walten zu lassen. Der Rottweiler ist beispielsweise ein ausgezeichneter Wachhund und wird zum teil auch von polizei und Militär eingesetzt.

Der Mischling – Hunderasse ohne Rasse

Als Mischlingshunde bezeichnet man solche Tiere, deren Eltern nicht der gleichen Rasse angehören oder selber Mischlinge sind. Die Hunde gehen meist aus unkontrollierten Paarungen hervor. Werden gezielt zwei verschiedene Rassen miteinander gekreuzt, so spricht man dabei von Hybridhunden. Mischlingshunde sind oft eine Bereicherung für die Familie.

Oft sind die Tiere intelligent und liebenswürdig. Viele Familien adoptieren einen Mischling im Tierheim oder erhalten ihn auch zu einem geringen Preis bei einer Tierhandlung. Daher sind Mischlinge auch für die junge Familie, die sich einen Hund wünscht. eine wunderbare Lösung, um den Kindern eine riesige Freude zu machen. Rassehunde sind meist recht kostspielig und oft wird das Geld in der Familie für andere Ausgaben gebraucht.

Vielfalt der Hunderassen kennenlernen

Verschiedene Hunderassen mit konstant gleichbleibenden Merkmalen gibt es etwa seit dem 19. Jahrhundert, als auch der Begriff geprägt wurde. Zu dieser Zeit begannen die Menschenvermehrt, die Hunde nicht nur wegen ihrer Arbeitsleitung zu schätzen, sondern akzeptierten sie auch als Freund der Familie. Anstatt Arbeiten verrichten zu müssen, war es den Hunden in vornehmen Familien bald erlaubt, im Haus zu leben und die Familie zu begleiten. Die Geburtsstunde der Hunderassen kann im Grunde auf das Jahr 1873 festgelegt werden. Ein Hundefutterfabrikant kam auf die Idee, in Paris eine Hundeausstellung zu organisieren, bei der verschiedene Hunderassen vorgestellt wurden. Die Namen der einzelnen Arten richteten sich damals noch zum größten Teil nach ihrem Einsatzzweck. Die Idee fand viele Anhänger und schon weniger später wurden in England Rassehundeclubs gegründet. Diese Clubs setzten es sich zum Ziel, die Zucht einzelner Rassen zu fördern. Verschiedene Hunde wurden nun untereinander gekreuzt, um für jede Rasse eine Anzahl charakteristischer Merkmale zu schaffen, die das Aussehen der Hunde, aber auch deren Wesensart definierten. So entstanden unterschiedliche Hundearten, die heute auf der ganzen Welt von Verbänden und Vereinen als Hunderasse anerkannt werden. Der Verband kennt heute etwa 360 Hunderassen an. Um sich die Klassifizierung ein wenig zu vereinfachen, kann man die Hunderassen in kleine, mittlere und große Hunde einteilen. So wird es leichter, die passende Hunderase für die eigene Familie zu finden.

Kleine Hunderassen

Kleine Hunderasen weisen oft in der Haltung viele Vorteile auf. Zu diesen Hunderassen gehören beispielsweise der Pekinese, der Yorkshire Terrier, der Chihuahua und der Shih Tzu. Obwohl auch die kleinen Hunderassen im Bezug auf den Auslauf unterschiedliche Ansprüche stellen, sind sie doch in der Regel einfach in der Wohnung zu halten. Ihr Körbchen passt in eine kleine Ecke, so dass ein begrenzter Wohnraum für sie kaum ein Problem darstellt. Auch der Transport im Auto gestaltet sich bei kleinen Hunderassen unproblematisch. Sie finden in einer kleinen Transportbox Platz und können überall hin mitgenommen werden. Sie fressen entsprechend ihrer Körpergröße nur kleine Mengen und sind daher im Unterhalt günstiger als große Hunde. Oft wird auch festgestellt, das kleine Hunderassen eine größere Lebenserwartung haben, als größere Hunderassen und sich einer robusteren Gesundheit erfreuen. Manche kleine Hunderassen können sehr wachsam sein, doch auf Grund ihrer geringen Körpergröße eignen sie sich nicht als Wachhunde.

Mittelgroße Hunderassen

Bei den mittelgroßen Hunderassen findet man eine große Vielfalt. Die Hunde erreichen eine Widerristhöhe von etwa 35 bis zu 60 Zentimetern und man kann sowohl Wachhunde als auch Begleithunde mit mittlerer Körpergröße finden. Viele dieser Rassen sind auch sehr kinderlieb. In einem Haushalt mit kleinen Kindern ist man mit einem mittelgroßen Hund oft besser beraten, als mit einem kleinen Hund. Ihr Körperbau ist robuster, so dass sie durch unbeholfenes Verhalten der Kinder kaum verletzt werden können. Bei den mittelgroßen Hunderasen sind sowohl langhaarige als auch kurzhaarige Tiere vertreten. Zu den langhaarigen Rassen gehören beispielsweise der Puli und der Cocker Spaniel. Eine beliebte kurzhaarige Rasse ist beispielsweise der Boston Terrier.

Große Hunderassen

Bei den großen Hunderassen findet man beeindruckende Hunde, die schon durch ihr bloßes Erscheinungsbild Einbrechen nachhaltig abschrecken können. Ertönt dann noch eine tiefe Stimme, die den Eindringling meldet ist der abschreckende Effekt komplett. Natürlich kann Platz bei diesen Riesen zu einem Problem werden. Mit Widerristhöhen von 80, 90 und manchmal sogar 100 Zentimetern sind die großen Hunderassen mit Sicherheit nicht für kleine Wohnungen geeignet und auch der Transport im Kleinwagen kann sich als unmöglich erweisen. So muss eine Familie über gewisse Konditionen verfügen, wenn sie sich einen großen Hund anschaffen will. Auch ein Wohnungswechsel kann mit einem solchen Haustier problematisch sein, da man immer sicherstellen muss, dass in der neuen Wohnumgebung die notwendigen Bedingungen für den großen Hund gegeben sind. Große Hunde haben eine relativ geringe Lebenserwartung und erreichen nur selten ein Alter von 10 Jahren. Auch sind sie recht anfällig für Erbkrankheiten, zu denen die Hüftdisplasie gehört. Sie erkranken auch öfter an Krebs als kleinere Rassen. Daher muss man bei der Haltung von großen Hunderassen auch mit höheren Tierarztkosten rechnen. Zusätzlich fallen natürlich auch recht hohe Futterkosten an. Zu den bekanntesten Vertretern der großen Hunderassen gehören die Deutsche Dogge, der Mastiff, der Bernhardiner und der Irische Wolfshund.

Die richtige Hunderasse wählen

Bei den unterschiedlichen Hunderassen findet man sehr verschiedene äußerliche Erscheinungsbilder und auch ganz verschiedene Wesenszüge. Hat man vor, einen Rassehund zu kaufen, lohnt es sich, einmal in der einschlägigen Literatur oder auch auf den Informationsseiten des FCI über die Eigenschaften einzelner Rassen nachzulesen. So kann man eine Hunderase wählen, die perfekt zur eigenen Familie passt. Die verschiedenen Hunderasen kauft man am besten bei einem renommierten Züchter. Die Preise unterscheiden sich für die einzelnen Rassen kaum und man sollte stets mit etwa 1,000 Euro für die Anschaffung eines Rassehundes rechnen. Seltene Rassen, wie beispielsweise der Belgische Schäferhund können schwerer zu finden sein, das sich nur wenige Züchter mit ihrer Aufzucht befassen. Entscheidet man sich hingegen für beliebte Hunde wie Dalmatiner oder Collies kann man von zahlreichne Züchtern wählen.

Hier finden Sie nützliche Tipps bezüglich der Hundeerziehung.

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