Die Hundeanatomie kennenlernen

 

 

 

 

Für den Hundehalter ist es eine gute Idee, sich mit der Hundeanatomie ein wenig auszukennen. So kann man sich über den Gesundheitszustand des Tieres orientieren und auch die Leistungsfähigkeit des Tieres besser einschätzen.

Herz-Kreislaufsystem des Hundes

Die Sauerstoffversorgung des Hundes wird vom Zusammenspiel von Herz, Gefäßen und Lunge garantiert. Die Skelettmuskulatur verbraucht einen großen Teil dieses Sauerstoffs. Darum ist ein gesundes Herz auch für die Leistungsfähigkeit des Hundes besonders wichtig. Übergewicht, falsche Ernährung und Bewegungsmangel können beim Hund zu Herzerkrankungen führen. Es gibt auch einige Infektionskrankheiten, die das Herz des Hundes angreifen können.

Verdauungsapparat des Hundes

Der Verdauungsapparat beginnt im Maul des Hundes und setzt sich über die Speiseröhre in den Magen fort. Dort wird das aufgenommene Futter mit Säuren und Enzymen vermischt. Der Magenpförtner, der zwischen Magen und Dünndarm liegt, lässt nach und nach kleine Mengen des entstandenen Speisebreis in den Darm. Dort gelangen Verdauungsenzyme aus der Bauchspeicheldrüse sowie Gallensäure zum Nahrungsbrei, um die Nahrung aufzuspalten. Schließlich gelangt der Nahrungsbrei in den Dickdarm, wo Wasser entzogen wird und die nicht-verdaubaren Teile als Kot über den After ausgeschieden werden.

Hundeanatomie – Bewegungsapparat des Hundes

Der Bewegungsapparat des Hundes wird in einen passiven und einen aktiven Teil unterteilt. Die Knochen und Gelenke werden als passiv bezeichnet, während Muskeln, Sehnen und Bänder den aktiven Teil ausmachen. Man unterscheidet vier unterschiedliche Gelenkformen. Kugelgelenke bestehen aus Gelenkkopf und Gelenkpfanne und sind beispielsweise an Schulter und Hüfte zu finden. Die Walzengelenke sind typisch für Ellenbogen und Knie des Hundes. In den Knien findet man eine Spezialform des Walzengelenks vor, das als Schlittergelenk bezeichnet wird und sich durch knöcherne Führungskämme charakterisiert. Des Weiteren findet man im Hund unechte Gelenke, die durch Knochen- Knorpel- oder Bindegewebe verbunden sind. Ein Beispiel für ein solches Gelenk ist das Kreuzbein. Die Anatomie unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der des Menschen.