Der Hund – treuer Freund des Menschen

Der Hund gehört bei uns zu den beliebtesten Haustieren und ist in vielen Familien in zahlreichen unterschiedlichen Arten Vertreten. Vom kleinen Yorkie bis zur großen Bulldogge leben heute rund fünf Millionen Hunde in deutschen Familien. Wenn man sich einen Hund als Haustier wünscht, so sollte man vorher einige Überlegungen anstellen, die garantieren, dass sich das Tier auch leicht in den eigenen Haushalt einfügen kann.

So gibt es beispielsweise Hunderassen, die besonders kinderfreundlich sind und sich für den Familienhaushalt besonders gut eignet. Wer jedoch auf die Jagd geht und einen vierbeinigen Begleiter sucht, braucht hingegen wieder einen ganz anderen Hund. Wieder andere Hunderassen geben perfekte Wachhunde ab. So sollte man sich also zunächst einmal darüber klar werden, welche Rolle der Hund im eigenen leben einnehmen soll.

Danach kann man sich über die verschiedenen Rassen informieren, um ihre speziellen Charakterzüge kennenzulernen. Natürlich ist auch die Größe des Hundes für viele ein wichtiges Entscheidungskriterium. Während man in einem Haus mit Garten gut einen großen Hund halten kann, ist für die Etagenwohnung eine kleine Rasse in der Regel vorteilhafter.

Die Evolution des Hundes

HundHund

Der Haushund gehört zu den Raubtieren und innerhalb dieser Kategorie zur Überfamilie der Hundeartigen. Alle Haushunde haben einen gemeinsamen Stammvater: den Wolf. Deshalb tragen sie auch den Namen Canis lupus familiaris.Die Entwicklung des Hundes begann schon vor mehr als 50 Millionen Jahren. Es ist auffällig, dass die Entwicklungsgeschichte des Hundes eng mit der Geschichte des Menschen zusammenhängt. Während der Mensch allmählich sesshaft wurde, fand auch eine Annäherung zwischen Wolf und Mensch statt und allmählich begannen sich die Vorläufer der Hunderassen zu bilden, die wir heute kennen und schätzen. Es gibt Überlieferungen aus dem alten Ägypten, die beweisen, dass der Hund dort schon 3000 Jahre vor Christus als Haustier geschätzt wurde. Hirtenhunde und Wachhunde waren auch im alten Rom schon um 500 vor Christus geschätzte Begleiter des Menschen und wurden häufig sogar mit in die Schlacht genommen.

In China wurde schon um 200 vor Christus der kleine Pekinese gezüchtet, der seinen Besitzer beschützte und besonders auch im Palast des Kaisers als treuer Freund geschätzt wurde. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts findet der Pekinese auch Einzug in die Kunst und wird häufig in Porzellanfigürchen dargestellt. Auch der Chihuahua blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sie wurden bereits im 8. Jahrhundert im Aztekenreich gezüchtet. Eine wahre Blütezeit erlebte die Hundezucht jedoch im Mittelalter. Neben dem Wolfshund wird ein Vorläufer des Windhunds gezüchtet und auch die Deutsche Dogge findet ihren Ursprung in dieser Epoche.

Die Jagdhunde werden hauptsächlich in der Oberschicht gehalten und wegen ihrer Qualitäten bei der Jagd geschätzt. Doch schon im 18. Jahrhundert findet man Hunde in allen Schichten der Bevölkerung vor und der Hund entwickelt sich mehr und mehr zum Freund und Hausgenossen. So lässt auch die Besteuerung nicht lange auf sich warten. Bereits im Jahr 1810 wird in Preußen die Hundesteuer eingeführt und im Jahr 1860 beginnt auch die Hansestadt Hamburg nach einer Tollwut Epidemie mit der Erhebung einer Hundesteuer sowie dem Durchsetzen einer Maulkorbpflicht. Heute ist die Hundesteuer eine Gemeindesteuer und ihre Höhe ist von Ort zu Ort unterschiedlich.

Heute gibt es nicht mehr alle Hunderasen, die einst gezüchtet wurden. Dafür sind jedoch etliche neue Rassen hinzugekommen. Allein in Deutschland sind heute mehr als 350 Hunderassen vertreten. Auch in Ländern wie Australien, Neuseeland, Neuguinea und Madagaskar, in denen es ursprünglich keine Hunde gab, sind heute zahlreiche Rassen heimisch.

Interessante Fakten über den Hund

Einige Sinneswahrnehmungen der Hunde sind besonders stark ausgeprägt. Dazu gehört besonders der Geruchssinn. Die feine Nase des Hundes unterscheidet sich erheblich vom Menschen. Der Geruchssinn hilft dem Hund bei der Suche nach Futter, beim Finden eines Geschlechtspartners und kann ihn auch vor Gefahren wie beispielsweise Feuer warnen.

Über den Geruchssinn erhält der Hund die Informationen über seine Umwelt, die er braucht, um zu überleben. Darum beobachtet man auch, dass Hunde ständig an allem herumschnüffeln. Menschen machen sich schon seit langem diese Eigenschaft des Hundes zu nutzen. So werden Hunde zum Fährtensuchen eingesetzt und haben sich auch bei der Suche nach Drogen einen Ruf geschaffen.

Seit einigen Jahren hat man erkannt, dass Hunde sogar in der Lage sind, Krankheiten zu erschnüffeln und einen Menschen unter Umständen vor einen epileptischen Anfall oder einer Blutzuckerkrise bewahren können. Diese erstaunlichen Fähigkeiten des Hundes sind darauf zurückzuführen, dass der Hund eine Riechschleimhaut von 150 Quadratzentimetern mit mehr als 200 Millionen Riechzellen besitzt.

Beim Menschen sind lediglich 5 Quadratzentimeter vorhanden. Hunde hören darüber hinaus auch sehr gut und sind in der Lage, hohe Tonlagen wahrzunehmen, die dem menschlichen Ohr nicht zugänglich sind. Auch die Beobachtungsgabe der Hunde ist erstaunlich. Sie können kleinste Veränderungen in ihrem Umfeld wahrnehmen und sind beispielsweise in der Lage, Veränderungen in der Stimmlage eines Menschen zu erkennen.
Mit ihrer Körpersprache können die Hunde sich mit uns verständigen, wenn wir das Verhalten richtig zu deuten wissen. So bedeutet das Schwanzwedeln, dass sich der Hund freut, wenn er eine bekannte Person sieht. Wedelt er allerdings mit dem Schwanz, wenn ein Unbekannter in die Nähe kommt, so ist das oft ein Zeichen von Nervosität und Vorsicht ist angebracht.

Wird der Schwanz zwischen den Hinterbeinen eingeklemmt, so ist das ein eindeutiges Signal für Angst. Wird diese Haltung von angelegten Ohren und gefletschten Zähnen begleitet, so signalisiert der Hund nicht nur Angst, sondern auch die Bereitschaft, zuzubeißen. Ein tiefes Knurren, aufgestellte Nackenhaare und eine aufgerichtete Körperhaltung signalisieren, dass sich der Hund als Boss fühlt.

Legt er sich jedoch auf den Rücken, so dass seine verletzliche Kehle und Unterseite frei wird, erkennt er sein gegenüber als den Stärkeren an.Hunde geben ihren Herrchen auch zu verstehen, wenn sie gerne spielen möchten. Dazu stellen sie sich mit durchgedrückten Vorderbeinen und steil aufgestelltem Hinterteil auf und lassen meist ein fröhliches Bellen hören. Ein Spielstündchen oder ein Spaziergang im Park sind nun angesagt. Oft beobachtet man auch, dass sich der Hund setzt und eine Vorderpfote hebt. In der Regel bringt das Tier damit Unwohlsein zum Ausdruck und den Wunsch, zu beschwichtigen. Das geschieht beispielsweise, wenn der Hund für eine Missetat bestraft wird.

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