Die Englische Bulldogge – kraftvoller Hund mit liebevollem Charakter




 

 

 

Wenn man sich zum Kauf eines Hundes entscheidet, kommt unwillkürlich die Frage in den Sinn, welche Hunderasse am besten zum eigenen Haushalt passt. Wer die Englische Bulldogge nicht kennt, lässt sich oft von deren starken auftreten voller Kraft und Entschlossenheit abschrecken. In der Tat haben diese entschlossenen und mutigen Hunde jedoch einen weichen Kern und verfügen über ein liebenswertes Wesen und sind zuverlässig sowie freundlich.

Die Tiere sind anhänglich und haben außerdem einen stark ausgeprägten Beschützerinstinkt. Wenn es um die Verteidigung ihres Herrchens geht, kann dieser Hund durchaus gefährlich werden. Die Englische Bulldogge eignet sich hervorragend für Menschen, die sich einen freundlichen, kontaktfreudigen Hund suchen. Der Hund ist für Singles ebenso geeignet, wie für die Familie mit Kindern.

Die Englische Bulldogge genießt es, im Zentrum der Aufmerksamkeit zustehen und sollte deshalb auch vollkommen in die Familie integriert werden. Diese Hunderasse kann auch gut in einer Stadtwohnung gehalten werden. Natürlich braucht sie, wie auch jeder andere Hund, ihren Auslauf. Doch neigt sie zur Bequemlichkeit und stellt die Nähe zum Menschen über alle anderen Bedürfnisse.

Erscheinungsbild der Englischen Bulldogge

Englische Bulldoggen erreichen eine Höhe von 31 bis 40 Zentimetern wobei sie bis zu 25 Kilo auf die Waage bringen können. Mit ihrem massiven Körperbau wirken sie wuchtig und scheinen vor Kraft zu strotzen. Die sehr breite Brust steht dabei im Kontrast zum wesentlich schmaleren Hinterteil. Der Kopf ist massig und mit einer kurzen, breiten Schnauze ausgestattet. Auffällig sind die großen Hauttfalten im Gesicht.

Die kleinen Rosenöhrchen stehen weit auseinander und sind erstaunlich dünn und zart. Der tief angesetzte Schwanz, der an der Wurzel nach unten gebogen ist, charakterisiert die Rasse weiterhin. Das Fell der Englischen Bulldogge ist fein und kurz. Die Tiere weisen eine Vielzahl von unterschiedlichen Schattierungen auf. Gemäß dem aktuellen Rassestandard ist Schwarz jedoch eine unerwünschte Farbe für Englische Bulldoggen.

So entstand die Rasse

Die Geschichte der Englischen Bulldogge kann bis in das sechste vorchristliche Jahrhundert zurück verfolgt werden. Zu jener Zeit waren es die Phönizier, die auf ihren Handelsreisen den an der Levante lebenden Molosser mitbrachten, der mit der britannischen Dogge gekreuzt wurde. Eine erste Erwähnung der Hunderasse in Urkunden erfolgt im 13. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wird der Hund als “Bonddog” bezeichnet. Überlieferungen aus dem 17. Jahrhundert weisen schließlich erstmals auf den Namen “Englische Bulldogge” hin.

Zu dieser Zeit wurde die Rasse ausschließlich als Kampfhund gezüchtet. Die Tiere wurden für das sogenannte Bullbaiting ausgebildet, bei dem die Hunde gegen ausgewachsene Bullen zu kämpfen hatten. Bei der Zucht wurde deshalb besonderer Wert auf Eigenschaften wie eine starke Aggressivität sowie einen breite Kiefer, eine zurückgezogene Nase und eine kurze Schnauze Wert gelegt. Diese Attribute halfen dem Hund dabei, sich fest in den Bullen zu verbeißen. Nachdem diese Kämpfe verboten wurden, fuhren jedoch einige Züchter mit der Rasse fort und im Jahr 1864 wird zum ersten Mal ein Rassenstandard festgelegt.

Im Jahr 1870 schließlich ging man dazu über, den einstigen Kampfhund als Familienhund zu züchten. Seit dem Jahr 2009 gibt es neue verbindliche Standards bei der Zucht der Englischen Bulldogge. Ihr Ziel ist es, liebevolle, leistungsfähige Tiere zu züchten, die sich einer guten Gesundheit erfreuen.

Pflege und Haltung der Englischen Bulldogge

Englische Bulldoggen haben eine Lebenserwartung von etwa 8 bis 10 Jahren und haben oft mit einer Reihe von gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Durch gute Pflege kann man denen Tieren etliche dieser Probleme ersparen und auch ihre Lebenserwartung steigern. Die richtige Pflege der Englischen Bulldogge fängt beim Fressen an. Die Tiere sind gierige Fresser und fressen leicht zu viel. Bei ihrem ohnehin massigen Körperbau führt das schnell zu einem Übergewicht, das für ihre Gesundheit sehr schädlich ist. Deshalb sollte man sich bei der Auswahl des richtigen Futters fachlich beraten lassen, so dass die Hunde alle nötigen Nährwerte erhalten. Besonders aber sollte man niemals überfüttern. Mit dem richtigen Futter kann man auch die Blähungen eingrenzen, unter denen diese Hunderasse häufig leidet.

Ein weiteres Problem stellen für die Englischen Doggen heiße Sommer dar. Diese Hunderasse ist extrem hitzeempfindlich. Daher sollte man in der warmen Jahreszeit lange Spaziergänge und andere anstrengende Aktivitäten vermeiden und auch dafür Sorge tragen, dass dem Tier stets ausreichende Mengen von frischem Trinkwasser zur Verfügung stehen. Auch sehr kaltes Wetter wird von den Englischen Bulldoggen nur wenig geschätzt. Im Winter lohnt es, einen Hundepullover für den Spaziergang im Park zu erstehen.
Die kurze Form der Nase macht die Hunde für Atemwegserkrankungen anfällig.

Außerdem schnarchen sie durch diese Kondition häufig. Deshalb ist es empfehlenswert, diesen Tieren dort einen Schlafplatz einzurichten, wo das Schnarchen nicht als störend empfunden wird. Schon beim Kauf des Welpen ist es wichtig, ein gesundes Tier zu kaufen, das frei von Erbkrankheiten ist. Deshalb sollte man einen renommierten Züchter wählen, der bei der Nachzucht besonderen Wert auf gesunde Tiere legt, die auch meist eine leicht längere Schnauzenform haben. So können nämlich Atemwegsbeschwerden vermieden oder wenigsten gemindert werden.
Die Englische Bulldogge sollte wenigsten einmal in der Woche gebürstet werden.

Zur Zeit des Fellwechsels sollte man unter Umständen täglich finden. Auch wenn vom hygienischen Standpunkt nur selten die Notwendigkeit zu einem Bad besteht, so empfinden die Hunde ein kühles Bad an heißen Sommertagen als wunderbare Wohltat, die man ihnen hin und wieder gönnen sollte. Die Falten im Gesicht sollten täglich gereingt werden. Sammelt sich an diesen Stellen schmutz an, so kann es schnell zu Infektionen kommen, die für das Tier sehr schmerzhaft sind.

Erziehung der Englischen Bulldogge

Beginnt man mit dem Training der Englischen Bulldogge schon im Welpenalter, so kann man oft ausgezeichnete Erziehungserfolge erzielen. Jedoch ist ein vollkommener Gehorsam bei dem etwas eigensinnigen Hund recht schwer zu erzielen. Wichtig ist es, bei der Erziehung ein konsequentes Verhalten auszuüben, dem alle Familienmitglieder folgen.

So kann das Tier sich schnell daran gewöhnen, welche Verhaltensweisen erlaubt und welche Aktionen verboten sind. Trotz ihres kräftigen Erscheinungsbilds sind Englische Bulloggen sehr sensibel. Deshalb sollte man auch vermeiden, scharf mit dem Tier zu sprechen. Anstatt schlechtes Verhalten zu bestrafen, ist es sinnvoller, gutes Verhalten zu belohnen.