Bulldoggen – liebenswerte Hausgenossen mit gedrungenem Aussehen




 

 

 

Bulldogge ist ein Oberbegriff für verschiedene Hunderassen, die vom Molosser abstammen und sich vor allem durch ihren gedrungenen, mittellegroßen Körperbau auszeichnen. Bisher gibt es zwei Rassen von Bulldoggen, die von der FCI anerkannt sind. Das sind die Englische Bulldogge und die Französische Bulldogge. Es gibt noch einige andere Zuchtvarianten, wie beispielsweise die American Bulldog und die Victorian Bulldog, die jedoch von der FCI nicht anerkannt werden. Alle Bulldoggen stammen ursprünglich von der Englischen Bulldogge ab, die die älteste Rasse dieser Art von Hunden ist.

Diese Hunde wurden ursprünglich als Kampfhunde gezüchtet und in Kämpfen mit Bullen eingesetzt. Daher stammt auch ihr Name. Ziel der Zucht war es, einen kräftigen Hund zu produzieren, der besonders im Bereich von Kopf und Nacken über hohe Kräfte verfügte. Die kurze Nase und der leicht vorstehende Unterkiefer erlaubten es den Hunden, sich fest im Nacken des Bullen verbeißen zu können und dabei trotzdem weiter zu atmen. Diese Gesichtsform wird heute als genetische Beeinflussung betrachtet, die auch zu den Gesundheitsproblemen der Bulldoggen beiträgt. Die meisten Tiere leiden früh oder später unter Erkrankungen der Atemwege und auch die Lebenserwartung ist geringer, als bei anderen Hunderassen ähnlicher Statur. Die Hunde haben oft Problmen mit dem Atmen und schnarchane au

Die Englische Bulldogge – Stammvater der Rasse

Die Englische Bulldogge ist eine alte Hunderasse, deren Ursprünge auf vorchristliche Zeiten zurückgehen. Der erste Rassenstandard für die Englische Bulldogge wurde im Jahr 1865 festgelegt. Die Hunde sind kurzhaarig, breit und untersetzt gebaut und wirken kraftvoll. Ihr Wesen ist ruhig und sehr liebenswert, was im Gegensatz zu ihrem oft grimmigen Aussehen steht.

Die Französische Bulldogge – treu ergeben und verspielt

Die Französische Bulldogge zeichnet sich durch große Anhänglichkeit aus und ist ihrem Herrchen stets treu ergeben. Die Haltung dieser Tiere ist in den meisten Fällen eine große Freude. Sie sind stets gut gelaunt, sozialisieren leicht mit Menschen und anderen Tieren und spielen gerne. Das macht sie auch zu einem perfekten Freund für Kinder.

Grundsätzlich kann man die Französische Bulldogge mit ihrer kleinen Statur auch gut in der Wohnung halten. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Tiere sehr aktiv sind und viel Auslauf brauchen. Darum sollte man, wenn man sich eine Französische Bulldogge anschaffen möchte, auch sicher sein, dass immer ein Familienmitglied ausreichend Zeit zu ausgiebigen Spaziergängen mit dem Tier hat, wenn man keinen Garten zur Verfügung hat, in dem die Französische Bulldogge selbständig herumtoben kann.

Continental Bulldog – neue Züchtung aus der Schweiz

Der Contiental Bulldog stammt aus der Schweiz und ähnelt der Englischen Bulldog in vieler Beziehung. Die Hunde erreichen eine Widerristhöhe von etwa 46 Zentimetern und können bis zu 30 Kilogramm schwer werden. Der Vorbiss ist weniger ausgeprägt, als beim Englischen Bulldog und auch die Vorderläufe stehen wesentlich enger beisammen. Das Fell ist dicht und glatt und weist keine Unterwolle auf. Verschiedene Farbkombinationen sind möglich, doch haben die Hunde immer eine Schwarze Nase. Der Charakter der Hunde ist aufmerksam und selbstsicher. Die Tiere wiesen keine besondere Aggressivität auf, sind aber mutig, wenn es darum geht, ihren Herren zu beschützen.

Andere Vertreter der Bulldoggen Familie

Der Alapaha Blue Blood Bulldog ist ein mittelgroßer Vertreter der Bulldoggen Familie und erreicht eine Widerristhöhe von etwa 64 Zentimetern. Die Tiere werden etwa 40 Kilo schwer und können unterschiedliche Farben aufweisen, zu denen Gestromt, Schwarz, Rehbraun, Rot, Grau, und Weiß gehören. Die Hunde sind sehr liebevoll und wissen Familienanschluss zu schätzen. Sie sind folgsam und lassen sich leicht erziehen.

Der American Bulldog ist etwas wuchtiger und kann ein Gewicht bis zu 58 Kilogramm erreichen. Das Wesen dieses Hundes ist sehr selbstbewusst und er weiß, sich durchzusetzen. In seiner Heimat, den vereinigten Staaten, wird er auch heute noch zur Wildschweinjagd eingesetzt und eignet sich dank seines starken Charakters ausgezeichnet für diese Aufgabe. Es gibt zahleiche Farbvarianten, unter denen man Farben wie Rehbraun, Rot, Braun.Gestromt und Weiß findet.

Der Catahoula Bulldog gehört mit einem Maß von 66 Zentimetern und einem Gewicht von 45 Kilogramm zu den größten Vertretern der Bulldoggen Familie. Dieser Hund entsteht aus einer Kreuzung des American Bulldog mit dem Catahoula Leopard Dog. Sein Charakter ist ruhig und besonnen und er ist seinem Herrchen treu ergeben.
Die Renascence Bulldog kommt hauptsächlich in den Farben Braun und gestromt vor und erreicht eine Größe von 43 bis 55 Zentimetern erreichen. Ihr Gewicht sollte 35 Kilogramm nicht überschreiten. Diese Hunderasse kennzeichnet sich durch einen starken Schutz- und Wachtrieb und ist Fremden gegenüber grundsätzlich misstrauisch.

Neben diesen Rassen gibt es auch noch zahlreiche andere Vertreter der Bulldoggenfamilie. Immer wieder sind Züchter damit befasst, neue Hunde einzukreuzen und moderne Rassen zu erzielen. Die typische Nasenform der Englischen Bulldogge wird dabei in vielen der neuen Rassen modifiziert, so dass Tiere mit weniger gesundheitlichen Problemen entstehen. Besonders in den USA findet man einige interessante Bulldoggen Rassen, die zwar noch nicht von der FCI anerkannt sind, dem Hundehalter jedoch eine interessante Alternative zu dem Englischen Bulldog bieten.

Das sollte man bei der Haltung von Bulldoggen beachten

Viele Rassen aus der Bulldoggen Familie haben eine gemeinsame Merkmale, denen man Beachtung schenken sollte, wenn man sich mit dem Gedanken trägt, einen solchen Hund zu adoptieren. Bulldoggen sind zwar kräftig und muskulös, haben jedoch nicht immer einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Da sie gleichzeitig aber sehr gerne fressen, kann es schnell zu Übergewicht kommen. Da die meisten Bulldoggen Arten aber auf Grund der Form ihrer Nase ohnehin schnell an Atembeschwerden leiden, kann Übergewicht ein großes Gesundheitsrisiko darstellen. Deshalb gilt es, stets dafür zu sorgen, dass die Tiere ausreichenden Auslauf haben und darüber hinaus auch nicht überfüttert werden.

Die meisten Bulldoggen zeichnen sich durch ein feines, kurzhaariges Fell aus, das direkt ohne eine schützende Unterwolle auf der Haut anliegt. Daher haben Bulldoggen auch nur wenig Schutz gegen Hitze und sollten an warmen Sommertagen nur wenig beansprucht werden. Außerdem sollte den Tieren bei Wärme stets ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Auch Kälte lieben die meisten Bulldoggen nicht. Um die Tiere beim Winterspaziergang vor Auskühlen zu schützen, kann ein Hundemantel sinnvoll sein.