• Von iris
  • in Ernährung
  • September 4, 2018

Ein Einstieg ins BARFen für Hunde

Wer sich mit dem Thema der gesunden Ernährung von Hunden beschäftigt, wird unweigerlich relativ schnell auf zahlreiche Hinweise zur biologisch artgerechten Rohfütterung – kurz BARF – treffen. Diese Fütterungsart basiert auf den natürlichen Ernährungsgewohnheiten von wilden Hunden und Wölfen, die sich ihre Nahrung noch durch Jagen selbst beschaffen mussten. BARF orientiert sich an den ursprünglichen Fressgewohnheiten und versorgt den domestizierten Vierbeiner mit allem, was auch den wilden Vorfahren der heutigen Hunde das Überleben gesichert hat. Es ist also nicht nur eine natürliche Form der Ernährung, sondern auch eine, die den Besonderheiten der Tierart gerecht wird.

Wer sich aufgrund seiner Überzeugung dazu entschließt, seinen Vierbeiner in Zukunft auf diese Art und Weise zu ernähren, sollte sich jedoch zuvor eingehend mit dem Thema beschäftigen. Die Nahrungsumstellung von Fertigfutter auf BARF Produkte bedarf einer gründlichen Vorbereitung. BARF Neulinge haben in der Regel unzählige Fragen, die beantwortet werden müssen, damit die Umstellung zu einem Erfolg wird.

Welche Nährstoffe und Vitamine braucht mein Hund? In welchen Produkten sind sie enthalten? Wie stelle ich eine ausgewogene Mahlzeit zusammen? Diese und viele weitere Überlegungen stehen am Anfang des BARFens.

Die individuellen Voraussetzungen sind ein entscheidender Faktor beim BARFen

Barf Kauartikel

Wie so oft helfen auch in diesem Fall pauschale Antworten nicht weiter, denn jeder Hund ist anders. Es gibt jedoch auch einige Fragen, die grundsätzlich und allgemeingültig beantwortet werden können. So etwa eine der ersten Fragen, die man sich stellt, nämlich wo hochwertige BARF Produkte her zu bekommen sind.

Empfehlenswerte BARF Shops sind zum Beispiel:

Grundsätzlich gilt aber auch, dass jeder Hund, der zuvor konventionell ernährt wurde, erst einmal an das neue Futter gewöhnt werden muss. Die Umstellung sollte in jedem Fall eine Übergangsphase vorsehen. Diese dient dazu, das gesamte Verdauungssystem des Hundes auf die neue Nahrung vorzubereiten.

Ausgewogenheit und Vielfalt des Nahrungsangebotes sind unerlässlich

Pueriertes Gemuese

Beim Experimentieren mit den BARF Komponenten darf jedoch niemals die Ausgewogenheit des Nahrungsangebotes aus den Augen verloren werden. Denn die richtige Zusammenstellung einer ausgewogenen Hundemahlzeit unterliegt bestimmten Grundregeln, die stets eingehalten werden sollten. Abhängig von der Rasse, dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem Naturell des Hundes, kann ein gewisses „Feintuning“ notwendig sein. Generell gilt jedoch, dass rohes Fleisch allein nicht alle notwendigen Nährstoffe und Vitamine enthält, die ein Hund benötigt, um aktiv und gesund zu bleiben. Wie auch die natürlichen Beutetiere nicht nur Fleisch liefern, so besteht auch eine gesunde BARF Mahlzeit aus weiteren Komponenten. Pflanzliche Anteile haben darin ebenso ihren Platz wie Knochen oder wertvolle BARF Zusätze, die natürliche Nährstoffe in konzentrierter Form enthalten. Wie das genaue Verhältnis der einzelnen Bestandteile aussehen sollte, ist nicht nur von den persönlichen Merkmalen, sondern auch von den individuellen Vorlieben eines Hundes abhängig.

Auch Vierbeiner haben natürlich ihr Lieblingsgericht und eine bevorzugte Fleischsorte. Der eine kann vom Rind nicht genug bekommen, der andere steht auf Geflügel, und der nächste mag besonders gerne Pferdefleisch. Es wäre jedoch ein Fehler, deshalb immer auf die gleiche Fleischsorte zu setzen. Da jede Sorte Nährstoffe in unterschiedlicher Form und Konzentration enthält, ist auch in diesem Punkt Abwechslung angesagt. Nur so kann eine allzu einseitige Ernährung vermieden werden. Zusätzlich sollte nicht nur Muskelfleisch verfüttert werden, sondern auch andere Teile des Tiers wie Innereien oder Pansen.

Die richtige Futtermenge beim BARFen ermitteln

Fertige Barf Mahlzeit

Ein wichtiger Aspekt bei der Umstellung von Fertigfutter auf BARF ist die richtige Bemessung der Futtermenge. Diese ist natürlich in erster Linie von der Größe und dem Aktivitätsgrad eines Hundes abhängig. Als Faustformel gilt auch beim BARFen, dass die tägliche Futterration etwa zwei bis drei Prozent des Körpergewichts betragen sollte. Während der Umstellungsphase sollte das Gewicht des Tieres regelmäßig kontrolliert werden. Werden dabei außergewöhnliche Gewichtsveränderungen festgestellt, müssen die Rationen überprüft und bei Bedarf vermindert oder erhöht werden. Grundsätzlich sollten bei der Umstellung der Fütterung keine signifikanten Schwankungen des Gewichts auftreten.

Neben der Beachtung dieser grundlegenden Dinge ist es für BARF Neulinge aber äußerst wichtig, sich eingehend mit dem Thema zu beschäftigen. Nur wenn ausreichende Kenntnisse zum BARFen vorliegen, kann sich die Nahrungsumstellung langfristig positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Hundes auswirken. Wer sich nicht allein mit dem Thema auseinandersetzen möchte, kann auch spezielle BARF Ernährungsberater zu Rate ziehen.

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