Der Berner Sennenhund – ein perfekter Freund für die Familie




 

 

 

Der aus der Schweiz stammende Berner Sennenhund ist ein gutmütiges, ausgeglichenes Tier, das Familienanschluss braucht. Das Tier eignet sich ausgezeichnet für Familien mit Kindern und verwandelt sich schnell in deren treuen Freund. Der Berner Sennenhund ist gerne aktiv und liebt Spaziergänge und Wanderungen. Ist der Hund gut in Form, kann er die Kinder auch beim Fahrradfahren begleiten.

Das Tier liebt kühle Temperaturen und fühlt sich im Schnee wohl. Wer auch im Winter gerne mit dem Hund draußen unterwegs ist, findet bei dem Berner Sennenhund einen perfekten Partner, der an winterlichen Ausflügen großen Gefallen findet und beim Schlittenfahren mindestens genau so viel Freude empfindet, wie die Kinder.

Geschichte der Berner Sennenhunds

Wie der Name bereits erkennen lässt, stammt der Berner Sennenhund aus dem Schweizer Kanton Bern. Hier wurde er hauptsächlich als Bauernhof Hund gezüchtet, der auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden konnte. Sein Aufgabenfeld war breit gefächert und er diente sowohl zur Bewachung des Hofs, als auch zum Ziehen von Wagen und zum Treiben von Tieren.

Man geht davon aus, dass die Mastiffs, die einst mit den Römern über die Alpen kamen, zu den Vorfahren des Berner Sennehunds gehören. Es lässt sich jedoch auch eindeutig auf Einkreuzungen von Schäferhunden, Bernhardinern und Neufundländern schließen. Auf diese Weise konnte ein robuster, zuverlässiger Arbeitshund geschaffen werden. Im Jahr 1902 wird zum ersten Mal ein Berner Sennehund auf einer Ausstellung vorgeführt. Seit 1910 besteht ein Rassestandard, nach dem die Tiere heute gezüchtet werden.

Heute wird der Berner Sennehund hin und wieder zur Zughundearbeit eingesetzt. In den meisten Fällen werden die Tiere wegen ihres gutmütigen Wesens jedoch als Familienhunde angeschafft. Dieses menschenfreundliche Verhalten macht den Berner Sennehund auch zum Einsatz bei der Therapie geeignet. So können diese Hunde auch bei der Altenpflege wertvolle Dienste leisten.

Aussehen der Hunderasse

Der Berner Sennenhund ist eine große Hunderasse. Die Rüden erreichen eine Größe von 64 bis 70 Zentimetern und auch die Weibchen können Größen von 58 bis 66 Zentimetern erreichen. Hündinnen erreichen ein Gewicht von zirka 40 kg, während die Rüden durchaus noch 10 Kilo schwerer werden können.

Das Fell ist meist glatt oder leicht gewellt und dreifarbig. Die Tiere sind zumeist überwiegend schwarz, während Stirn, Nasengegend, Brustkreuz und Pfoten weiß sind. Oft ist auch die Spitze des Schwanzes weiß. Über den Augen und an den Läufen sind die Berner Sennehunde braun gezeichnet. Der große, runde Kopf mit der lang gestreckten Schnauze steht im harmonischen Verhältnis zu dem massigen Körper und trägt zu einem beeindruckenden Erscheinungsbild bei.

Die richtige Erziehung für den Berner Sennenhund

Die Rasse zeichnet sich durch Intelligenz und die Fähigkeit zu eigenständigem Denken aus. Diese Eigenschaften, so positiv sie auch sind, tragen oft dazu bei, dass Gehorsam ein Problem wird. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei den Bernern um sehr große, schwere Tiere handelt, die durch ihre Körpermasse schwer zu dirigieren sind, empfiehlt es sich, rechtzeitig mit einer konsequenten Erziehung zu beginnen.

Schon als Welpe kann der Hund grundsätzliche Kommandos erlernen, die das Zusammenleben mit dem Menschen wesentlich erleichtern. Häufige Wiederholungen einzelner Übungen und Belohnungen bei richtigem Verhalten lassen die Erziehung dieses Hundes schnell zu einem Erfolg werden. Ein Vorteil dieser Rasse ist die Tatsache, dass der Hund reviergebunden ist. Das heißt, er verbleibt gerne auf seinem Grundstück, ohne den Trieb auszubrechen und zu streunen.

Auch hat der Berner Sennenhund keinen ausgeprägten Jagdsinn. So kann man das Tier auch beim Spaziergang im Wald ohne Leine führen, ohne befürchten zu müssen, dass der Hund einem Kanninchen hinterher rennt. Der Hund wird außerdem stets bemüht sein, seinem Herren zu Gefallen zu sein. Versteht er Kommandos eindeutig, so wird er sie auch gerne befolgen. Beim Einsatz der Hunde sollte man jedoch beachten, dass der enge Familienanschluss unbedingt nötig ist. Zum Halten an der Kette oder in einem Zwinger ist diese Hunderasse vollkommen ungeeignet.

Haltung und Pflege des Berner Sennenhunds

Bei der generellen Pflege des Berner Sennenhunds sollte man viel Sorgfalt walten lassen, um die Lebenspanne des Tieres zu erwarten. Die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Hunderasse liegt lediglich bei acht bis zehn Jahren, weil der Hund für verschiedene Krankheiten anfällig ist. Dazu gehören neben Krebs auch Nierenerkrankungen und schwere Gelenkleiden.

Schon beim Kauf des Welpen sollte man darauf achten, von einem renommierten Züchter zu kaufen, der bei der Nachzucht viel Wert auf die Gesundheit der Tiere legt. Auch bei der Lebensweise der Tiere kann man verschiedene Maßnahmen ergreifen, mit denen man das Tier länger gesund erhalten kann. So sollte der Berner Sennenhund beispielsweise keine Treppen steigen, da diese Tätigkeit zu einem schnelleren Verschleiß der Gelenke beiträgt. Wohnt man daher in einer Etagenwohnung ohne Aufzug, ist es oft keine gute Idee, einen Berner Sennenhund zu halten.

Seine Körpergröße macht es schnell unmöglich, ihn die Treppen hinauf und hinunter zu tragen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung trägt außerdem dazu bei, dass die Gesundheit der Hunde länger erhalten bleibt. Es ist wichtig, dass der Hund mit jeder Mahlzeit alle nötigen Nährwerte erhält. Es sollte jedoch nicht überfüttert werden. Übergewicht schränkt die Lebenserwartung ein. Es empfiehlt sich, Futter für diesen Hund Im Fachhandel oder beim Tierarzt zu kaufen, da eine hohe Produktqualität, die speziell auf das große, empfindliche Tier zugeschnitten ist, von großer Wichtigkeit ist.

Die meisten Berner Sennenhunde haben ein langes Fell und neigen auch recht stark zum Haaren. Durch tägliches Bürsten und Kämmen lässt sich der Haarausfall jedoch gut kontrollieren. Besonders zur Zeit des Fellwechsels ist es nötig, täglich ein wenig Zeit für gründliches Bürsten einzusetzen. So kann man eine starke Verschmutzung durch Hundehaare in der Wohnung am besten vermeiden.

Ein leichtes Sabbern sollte man bei diesem Hund in Kauf nehmen. Der Hund braucht jedoch nur dann gebadet zu werden, wenn er sich in Schlamm oder Unrat gewälzt hat. Der Berner Sennenhund fühlt sich bei kühler Witterung am wohlsten und ist durch sein dichtes Fell auch ausgezeichnet vor Kälte geschützt. Im heißen Sommer tut sich das Tier hingegen schwerer und leidet unter allzu großer Hitze. Darum sollte man überlegen, denn Hund im Sommer scheren zu lassen, wenn man in einer warmen Region wohnt.